Sonntag, 9. März 2014

.: Driving along the romantic road :.

Über einen verpatzten Winter zu meckern, wird allmählich überflüssig - man darf hingegen seit Tagen einen (vielleicht) schon verfrühten Frühling loben... aber warten wir´s ab, es könnte ja auch noch mal -20°C im Mai geben. Wie auch immer... als wir die Wettervorhersage für´s Wochenende lasen, war klar: "wir müssen raus". Es galt nur noch, die Planung mit einer schon feststehenden kleinen Feierlichkeit am Samstag Abend in Schweinfurt abzustimmen. Die Wahl fiel auf eine kleine Tour entlang der Romantikstraße (oder auch: Romantische Straße), die ihren Anfang bei Würzburg nimmt. Sie führt vom Westen Frankens ins bayerische Schwaben, über ein Stück oberbayerisches Gebit bis zum Alpenrand im Ostallgäu, wieder im Regierungsbezirk Schwaben. Die Straße erstreckt sich dabei über 413 km bis nach Füssen. 

Unseren ersten kleinen Stop legten wir in Tauberbischofsheim ein. Wir parkten in der Nähe der Peterskapelle, dem ältesten Kirchenbau der Stadt. Heute gilt die Peterskapelle als Kulturdenkmal von besonderer regionaler Bedeutung. 

Datiert wird die Kapelle in die Romanik, um 1250. Von hier aus führte uns der Weg in die Fußgängerzone und dann recht zügig zum
Kurmainzischen Schloss, in welchem unter anderem das Tauberfränkische Landschaftsmuseum untergebracht ist.


Weiter gings nach Bad Mergentheim, dessen Geschichte eng mit der des Deutschen Ordens (auch Deutschherrenorden) verbunden ist. Unser kleiner Stadtrundgang begann auf dem Marktplatz mit dem markanten Rathaus im Renaissancestil, welches vom Deutschen Orden zwischen 1562 und 1564 gebaut wurde. In unmittelbarer Nähe zum Rathaus findete sich der 1855 errichtete Marienbrunnen




Auf der anderen Seite des Marktes, gegenüber vom Rathaus, findet sich ein anderes Wahrzeichen der Stadt, die sogenannten Zwillingshäuser. 1780 im frühklassizistischen Stil errichtet, sind die Gebäude architektonisch nahezu identisch und durch einen Portalbogen miteinander verbunden. An ihnen ist der damals geltende hohe gestalterische und städtebauliche Anspruch in der Stadt ablesbar. In fast unmittelbarer Nähe des Schlosses (heute Sitz des Deutschherrenmuseums) fanden wir dann ein gutes Plätzchen für 'nen Kaffee und etwas süße Sünde mit Schlagssahne.

Gegen 16:00 Uhr brachen wir zur letzten Station unseres Mini-Ausflugs auf, wir fuhren weiter bis nach Weikersheim. Dort waren wir bereits in 2008 schonmal und erinnerten uns, damals schon ein ähnlich schönes Wochenende im März "erwischt" zu haben. Sehenswert (und auch nicht zu übersehen) ist sicher das Schloss Weikersheim



 
Imposant und von außergewöhnlicher Ausstrahlung liegt der große barocke Schloßpark, angelegt im Stile von Versailles, hinter dem prunkvollen Renaissanceschloß. Am Ende, das Ziel eines jeden Spazierganges im Park, die Orangerie, mit herrlichem Blick auf die Steinriegelhänge des Taubertals. 


Irgendwie machte uns so ein Tag mit Sonne und frischer Luft dann doch in positiver Weise "zu schaffen" - heißt: wir waren einigermaßen platt. So gesehen mag es zwar ein mieser Winter gewesen sein, aber hatte schlussendlich doch denselben Effekt - er hat müde gemacht... aber das is' jez

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen