Noch am vergangenen Freitag fanden wir einen super-schönen Stellplatz in Levante… dank unseres wirklich nützlichen Führers vom WoMo-Verlag (an dieser Stelle vielen, vielen Dank… eure Bücher sind echt Gold wert!).
Levante liegt etwas nordwestlich der Cinque-Terre-Dörfer - auf Empfehlung näherten wir uns nicht
weiter und tappten damit wohl nicht in dieselbe Falle wie andere Touri’s, die meinten, mit ihren 7,5-Tonnen-Kisten die schmalen Küstenstraßen ohne Wendemöglichkeit bereisen zu müssen.
Ganz klar… die „5 Dörfer“ lassen sich entweder gut per Zug erreichen oder eben erwandern. Der Samstag begann wettertechnisch nicht vielversprechend, somit hielten wir uns die Option offen, noch einen weiteren Tag in der Region zu verbringen (schicke Fotos macht mal halt nicht unbedingt bei Regenwetter :). Wie auch immer… am Sa. fuhren wir zunächst mit dem Zug zum am weitesten östlich gelegenen Dorf: Riomaggiore.
Anstatt nun ewig viel zu den sich in ihrem Charakter doch recht stark ähnelnden Cique-Terre-Dörfern
zu schreiben, lassen wir lieber die Bilder sprechen. Der interessierte Leser wird dann sicher selbst mal fix Google bemühen?!:)
Da vor einigen Jahren aufgrund von Überflutungen Teile des berühmten Küstenwanderwegs entlang der Dörfer zerstört wurden und seither gesperrt sind (keine Sorge - es gibt noch andere Wege, die fantastische Aussichten aus höheren Berglagen liefern), entschieden wir uns, von Riomaggiore eine Station nach Manarola zu fahren und von dort aus eine 3-h-Wanderung durch die Weinberge gen Volastra und Corniglia zu unternehmen.
Unser Tatendrang wurde dann ab Mittag mit bestem Wetter belohnt. Als wir uns am Abend das wohl
berühmteste der 5 Dörfer -
Vernazza - anschauten, strahlte dieses bereits in prächtigen Farben im Licht der Abendsonne.
Am Sonntag ging’s ein Stück weiter gen Osten, aber allzu viel nahmen wir uns nicht vor. Der Weg führte uns nach Lerici, ein Kleinod vor der Toren der recht bekannten, aber eben auch ziemlich von Industrie und post-WWII-Architektur geprägten Großstadt La Spezia.
Wie schon gesagt… außer durch Lerici entlang dessen Strand zu schlendern, haben wir nicht viel
gemacht - war ja auch Sonntag, gelle?!:)
Am gestrigen Tag verließen wir Lerici und nach wenigen Kilometern schlussendlich auch Ligurien, um mit Pietrasanta den ersten Ort in der Toskana zwischen apuanischen Alpen und Küste genauer unter die Lupe zu nehmen - ein echter Tipp!
Lohnenswert ist dort auf jeden Fall eine Besichtigung des Domplatzes.
Am frühen Nachmittag erreichten wir Pisa - optimales Timing, da einerseits der nur ca. 1 km vom Zentrum gelegene Campingplatz noch nicht überfüllt war und uns zudem noch ordentlich viel Zeit für die Besichtigung der Stadt blieb.
Natürlich führte uns der Weg zunächst direkt zur Piazza dei Miracoli, wie der Platz um den Dom
auch genannt wird. Schande über mein Haupt - bis zur Ankunft dachte ich, die Hauptattraktion sei nur der bekannte schiefe Turm.
Aber nein, das gesamt Ensemble Baptisterium, Dom und Turm ist schlichtweg atemberaubend. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt bis an den Fluß Arno, der früheren Grenze zwischen den Reichen von Pisa und Genua, um schlussendlich am Torso Italia noch eines von Keith Harings letzten Werken (Tuttomondo, 1989) zu bestaunen. Der Abend endete beschaulich und sonnig - heute soll uns der Weg bis nach Lucca führen…