Samstag, 25. Januar 2014

.: Loreley ley ley... :.

"Jeder wollt sie zur Frau,
Doch ihr Herz war nicht mehr frei,
Denn sie hat nur einen geliebt,
Doch der zog in den Krieg
Und er kehrte nicht mehr heim,
Es gab nichts mehr was ihr noch blieb.
Und sie saß auf einem Felsen überm Tal,
Wo der Rhein am tiefsten war.
Und dort sang sie ihr Lied,
Und wer hörte, wie sie sang,
Der vergaß dabei die Gefahr.
Loreley ley ley,
Unter dir da fließt der Rhein
Wie ein blaues Band
Durch das weite schöne Land. [...]


...ziemlich altes Ding von 'Dschingis Khan' (1979). (which was a german pop band originally formed in 1979 to compete in the Eurovision Song Contest).

Aber nichtsdestotrotz ein guter Aufhänger für einen kleinen Beitrag - zumindest was die Anziehungskraft der besungenen Region anbelangt. Der Winter in 'good old germany' ist definitiv nicht das, was er mal war oder sein sollte. Somit war´s möglich auch schon mal Mitte Januar eine kleine Ausfahrt den Rhein entlang zu wagen. Wir starteten natürlich (..) in Wiesbaden, fuhren zunächst über Eltville und dann entlang der Rheinuferstraße über Lorch bis nach Kaub.
Dort muss man natürlich gleich mal stoppen und einen Blick auf Burg Pfalzgrafenstein werfen - bei Sonnenschein sicher eine doppelde Augenweide. Sie wurde von Ludwig dem Bayern, im Rhein als eine Zollburg errichtet und hatte die Aufgabe, die Einnahme des Schiffszolls in der gegenüber gelegenen rechts-rheinischen Zahlstelle in Kaub zu überwachen.
Bei etwas trüber werdendem Wetter (keine Sorge - es hielt sich den Rest des Tages ganz wacker) ging´s weiter bis zum berühmten Loreley-Felsen, einem Schieferfelsen bei Sankt Goarshausen, der sich am östlichen, rechten Rheinufer als 132 Meter hoher steil aufragender Felsriegel dem Strom in den Weg stellt.
Schon im Mittelalter war die Loreley ein bekannter Ort, zum einen wegen des markanten Felsens als Wegmarke, zum anderen wegen der gefährlichen Stelle für die Schifffahrt.

Im Anschluss an eine ausgiebige Besichtigung, inklusive eines Fußmarschs zur Loreley-Statue, nahme wir die Fähre nach St. Goar.
Dort führte uns der Weg zunächst auf die Burg Rheinfels  (im Winter leider keine Innenbesichtigung möglich...tztzztzzz). Nach ihrem Ausbau zur Festung war sie die größte Wehranlage im Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bingen.
Weiter ging´s auf der anderen Rheinseite zurück gen Bingen und Mainz. Zunächst erreichten wir Bacharach, ebenfalls eine Stadt im Unesco-Welterbe, der ursprüngliche Name Baccaracus deutet auf einen keltischen Ursprung hin. Oberhalb des Ortes erhebt sich die Burg Stahleck, wir schafften es aber nur bis zur Wernerkapelle - einem rheinromatischen Wahrzeichen.
Sie ist Nachfolgerin einer an gleicher Stelle gelegenen dem heiligen Kunibert geweihten Kapelle. Allmählich machte sich Kaffeedurst breit, ein paar Kilometer weiter in Bingen wurden wir fündig, für eine ausführliche Stadtbesichtigung reicht die Zeit dann nicht mehr (J war aber ohnehin schon hier unterwegs), gegen Abend landeten wir wir wieder safe in Wiesbaden und ließen den Abend bei einem Italiener ausklingen...

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