Montag, 16. Mai 2011

.: bewitched Vol.II:.

Ein paar Tage haben wir nun schon die Vervollständigung unserer kleinen Reisedoku in den Harz vor uns her geschoben, jetzt wird´s höchste Eisenbahn. Gutes Stichwort, denn am Freitag, 06.05. gings erstmal nach Wernigerode zum Startbahnhof der bekanntesten Strecke der Harzer Schmalspurbahnen: Wernigerode. Die ca. 2-stündige Fahrt vergeht aufgrund des einmaligen Feelings eigentlich wie im Fluge. Die Bahn fährt durch verschiedene Orte im Harz, meist durch Täler, an der Bode (einem Fluss im Harz) und den harztypischen dunkelgrünen Nadelbaumwäldern entlang, aber auch den Brocken hinauf. Viele davon sind traditionelle Dampflokomotiven, die Bahnhöfe passend zu den Ortschaften kleine, schnuckelig-urige Gebäude. Wenn man einmal im Harz ist, sollte man unbedingt mindestens einmal mit einer Schmalspurbahn gefahren bzw. sie sich auch mal angeschaut haben. Angekommen auf dem Brocken (EN), dem höchsten Berg im Norden Deutschlands, bot sich ein phänomenaler Ausblick. Da der Gipfel ca. 300 Tage im Jahr im Nebel liegt, haben wir echt ein glückliches Händchen bei der Wahl des richtigen Tages gehabt. Zurück in Wernigerode (EN) blieb noch etwas Zeit für einen Stadtbummel, natürlich mussten das markante Rathaus sowie das Schloss (EN) auf der Route liegen, letztes haben wir dann allerdings in einer dieser etwas kitschigen (sorry, sorry) Sightseeing-Straßen-Bähnchen "erklommen". Am Samstag, 07.05. war´s dann auch schon wieder Zeit, Abschied zu nehmen. Auf dem Weg gen Heimat stand jedoch noch eine kleine Stippvisite in Blankenburg (EN) an, wo wir nach einem Spaziergang durch die wirklich sehr schönen Barockgärten noch das Große Schloss besichtigten (jaja, es gibt auch kleines). Danach reichte die Zeit noch für einen Besuch der Burgruine Regenstein (EN), die auf einem markanten Sandsteinfelsen nördlich von Blankenburg steht. Diese Burg ist eine der größten Sehenswürdigkeiten im Umfeld der einstigen Residenzstadt. Der Regenstein wurde vermutlich bereits in vorchristlicher Zeit von den hier lebenden germanischen Stämmen als Wohn- und/oder "Kultort" genutzt. Sein Name stammt möglicherweise ebenfalls aus dieser frühen Epoche und könnte vom altsächsischen Begriff "regin" für "Götter" hergeleitet sein.

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