Mittwoch, 19. Mai 2010

.: Flammkuchenmassaker... oder: eine erste erfolgreiche "Testfahrt":.

Nachdem wir am Sonntag Morgen noch einmal einen Abstecher zum Straßburger Europa-Parlament gemacht haben (sehr beeindruckend... da sieht man doch gleich seine Steuergelder gut angelegt), gings weiter Richtung Süden. Im D-Zug-Tempo hatten wir vor Reiseantritt noch etliche Reiseberichte durchkämmt und eine Liste von malerischen Dörfern entlang der Weinstraße erstellt. Erster Stop in Riquewihr (Reichenweier)... zwar schon gut "touritisch erschlossen", aber neben den obligatorischen Geschenke-Shops (dort kann man Störche, das Maskottchen des Elsass, in allen Varianten erwerben) gibts auch noch verträumte Gassen mit kleinen Läden der örtlichen Weinbauern. Wenn man sich vornähme, jeder Einladung zu einer Verkostung nachzukommen, würde man den Weg zum nächsten Stadttor nicht mehr finden. Nächster Stop in Kaysersberg, dem Geburtsort von Albert Schweizer (war aber nicht der tragende Grund für unseren Besuch ;) - vom "Chateau" ohne Namen auf dem nächstliegenden Berg gab´s ein herrliches Panorama zu bestaunen und -welche Wunder- erstmals auch Sonnenschein über mehr als 5 min.! Am Nachmittag beschlossen wir als noch wenig routinierte Stellplatz-Sucher, uns lieber dem nächsten Ort zu nähern - dort hatten wir per ADAC-Planer bereits einen Campingplatz erspäht, der einen Ausblick auf gleich 3(!) Chateaus versprach. Also hin nach Eguisheim und eingecheckt auf dem Campingplatz "Les trois Chateaux". Beim Rundgang durch das Städchen voller Postkarten-Motive wurden wir von einem fabelhaften Sonnenuntergang belohnt und fanden auch eine Brasserie, die uns mit Flammkuchen und einem halben Liter Pinot Noir bewirtete (der täuschte dann auch drüber weg, dass die Flammkuchen nicht unbedingt besser als die Tiefkühlteile von Wagner waren). Am nächsten Morgen stand dann der erste Hardcore-Test für den Bulli an - es sollten rauf zu den 3 Schlössern gehen... er hat die Prüfung mit einem Lächeln bestanden:). Weiter gings über Turckheim nach Colmar, nach Wetterunstimmigkeiten um die Mittagszeit herum empfing uns dann auch dort wieder die Sonne. Auch wenn "Klein-Venedig" grad noch eifrig restauriert und für den Besuchersturm der kommenden Wochen aufpoliert wurde, ist diese Stadt auf jeden Fall eine Augenweide. Auf Empfehlung steuerten wir dann am späten Nachmittag allmählich wieder gen deutsche Grenze und fanden bei Neuf-Brisach einen absolut ruhigen städtischen Camping-Platz. Die sternförmige Stadt war als Garnisionsstadt errichtet worden - innerhalb der mauern eher wenig interessant, dafür mit beeindruckenden Verteidigungsanlagen, die abwechselnd von Deutschland und Frankreich genutzt wurden (in 150 J. 6x die Zugehörigkeit gewechselt!). Am Morgen gings zurück gen Heimat - gegen 15.00 Uhr trafen wir in Schweinfurt ein, wo der Camper dann auch gleich noch einen neuen TÜV bekam - braves kleines Wägelchen! (wir haben immer noch keinen Namen gefunden, sind uns aber einig, dass ER männlich ist!:)

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