Donnerstag, 17. Oktober 2013

.: Im Herzen der Provence :.

 Der Dienstag überraschte uns mit etwas verhangenem Himmel und hier und da etwas Regen – aber kein Grund, uns im Auto zu verkriechen. Die Vorhersage für die kommenden Tage stimmte uns sowieso optimistisch.
Wir verließen also unseren Campingplatz in L'Isle-sur-la-Sorgue und bummelten erstmal etwas durch das Städtchen, in dem ein Antik-Geschäft neben dem anderen zu sein schien – was für ein Zufall. Gekauft haben wir aber nix – 450 € für ein lebensgroßes Plastikschwein orientierten sich einfach zu sehr am Geldbeutel wohlhabender (oder blöder) Touri´s. Weiter gings erstmal zur Quelle der Sorgue in Fontaine-de-Vaucluse.
Eine kurze Wanderung brachte uns zum Fuß eines überwältigenden Felsmassivs, wo der Fluß in einer Grotte entspringt, in die man von außen/oben reinschauen kann … auf jeden Fall empfehlenswert! Danach stand uns der Sinn wieder nach etwas mehr provencialischem Gefühl. Wir fuhren zum 'schönsten Dorf' Frankreichs, nach Gordes. Ob es nun DAS schönste ist, muss jeder selbst entscheiden – aber wohl nur, weil´s hier so viele anderen Kleinode zu bestaunen gibt. Danach ging´s weiter nach Roussillon, für seine Farbenpracht bekannt. Geschuldet ist diese dem Umstand, dass hier seit Jeher Ocker abgebaut wird. Durch den etwas verhangenen Himmel kam dieser leider nicht so zur Geltung – aber mit etwas Phantasie konnten wir uns vorstellen, in welchen Facetten die Felsen, auf denen das Dorf steht, bei Sonnenschein erstrahlen. Auf jeden Fall ein Hingucker!
Der Mittwoch begrüßte uns mit bestem Wetter, auf gings nach Saignon – einem weiteren Highlight. Das Dörfchen steht, wie übrigens die meisten hier, auf einem kleinen Hügel – besonders zu empfehlen ist ein Fußmarsch rauf auf die Burg, von wo aus einem ein genialer Fernblick über das Land genehmigt wird.
Im Anschluss fuhren wir nach Oppède-le-Vieux, J. hatte bereits über dieses Dorf gelesen. Der Spaziergang durch das Dorf glich einer Zeitreise durch die römischen Ursprünge bis hin zu Gebäuden im Renaissance-Stil.
Eigentlich ist das Flair nur schlecht zu beschreiben, durch die zahlreichen Ruinen neben noch teilweise bewohnten Gebäuden kommt Märchen-Feeling auf.
Am Nachmittag schwangen wir uns auf die Autobahn und brachten die letzten 150 km bis zur Côte d'Azur hinter uns – hier fanden wir am Abend einen schönen Stellplatz in Le Lavandou... keine 100 m vom Strand entfernt. Jetzt grad ist Frühstück angesagt – bei Sonnenschein und angenehmen 23°C :-)

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