Mittwoch, 28. April 2010

.: a very local neighborhood - oder: an der Grenze zwischen altem und neuem Istanbul:.

Ungeachtet des Umstandes, das es hier wahrscheinlich mittwochs sowas wie einen zweiten Sonntag gibt, begaben wir uns auf die Suche nach einigen wenigen verbliebenen christlichen Kirchen in Istanbul. Die fuer ihre Fresken als Geheimtip geltende Chora-Kirche konnten wir dann leider nur von aussen betrachten – dafuer fuehrte uns der Weg in Nachbarschaft der Theodosianischen Landmauer (Fener) dann durch Viertel, die sicher nicht fuer Touristen gesperrt sind, aber von denen wahrscheinlich auch eher seltener gefunden werden. Da trifft man dann schon auf recht krasse Gegensaetze zwischen dem Instanbul des neuen und des alten Jahrtausends – 500 m neben einer fast schon exquisit wirkenden Tram-Station stehen Haeuser, um die man lieber einen Bogen schlaegt und bei deren Anblick wohl jeder deutsche Bauamts-Angestellte weinend davon laufen wuerde. Aber das macht wohl schlussendlich auch das Flair aus – den dort wohnenden scheints gut zu gefallen, alles wirkt sehr lebendig, freundlich gibt man uns beim Versagen unseres Stadtplanes Auskunft (wenn man nicht grad einen der auf Touristenfang befindlichen “Mitarbeiter” einer Schuhputzer-Brigade anquatscht, die mit der ewig gleichen Masche einen Kontakt herstellen wollen, um dir dann fuer ein halbes Vermoegen die Hufe zu saeubern…:-). Weiter gings dann nochmal zum grossen Schiffsanleger am goldenen Horn – wir wollten uns schon mal kundig machen, wo wir am Donnerstag die guenstigsten Karten fuer eine Bosporus-Rundfahrt erhaschen koennen. Nach einem Ausflug auf den Galata-Turm, wo wir mit einem gigantischen Blick auf Istanbul bei Sonnenuntergang belohnt wurden, gings nach einem insgesamt 9-stuendigen Fussmarsch dann (endlich) zurueck ins Hotel… diese Nacht warden wir wohl garnix mehr von der Aussenwelt mitbekommen und auch der “Weckgesang” vom 20 m entfernten Minarett wird uns am Morgen nichts anhaben koennen… :-)

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